Freitag, 28. April 2017

Projektnachmittag

geschrieben von 

Diskriminierung. Wie macht sie sich im Alltag bemerkbar und was kann man selbst dagegen tun?

Ein MAXIMAL-Artikel

  • von: Gloria Timm

Mit dieser Frage beschäftigte sich die Klassenstufe 10 am 3. April während der letzten drei Schulstunden. Dafür besuchten wir drei Module zu verschiedenen Themenbereichen und zum Abschluss fand eine Diskussionsrunde mit dem Komiker Chako Habekost statt.

Im ersten Modul führten wir ein direktes Gespräch mit fünf Flüchtlingen vom Netzwerk Hilfe. Viele von ihnen hatten in Deutschland noch keine Diskriminierung erlebt, aber auf der langen Flucht waren alle gedemütigt worden. Aus den Erzählungen der jungen Männer und Frauen stach vor allem Libyen heraus. Dort werden die Flüchtenden ins Gefängnis gesperrt und misshandelt. Einem der Anwesenden glückte die Flucht, doch einige Zeit später landete er ein weiteres Mal hinter Gittern. Die Erfahrungen, die diese Menschen gemacht haben, sind uns Jugendlichen in Deutschland sehr fern und doch berührten sie uns. Wir durften Fragen stellen und erfuhren viele Details über die Flucht und deren Strapazen.


Das zweite Modul wurde von Herrn Broscheit geleitet. Hierbei ging es um die Diskriminierung in den Medien. Anhand eindrücklicher Zahlen erklärte er uns, wie das Bild der vielen islamistischen Gewalttaten entsteht und wie im Vergleich dazu die Realität aussieht. So verdeutlichte er für uns die beeinflussende Wirkung der Medien auf unsere Wahrnehmung der Realität.


Im dritten und damit letzten Modul, geleitet von den Lehrern Frau Clade-Schuster, Frau Mosbach und Herrn Walter, wurden verschiedene Situationen des Alltags, in denen Diskriminierung stattfinden kann, nachgestellt und wir überlegten uns Handlungsstrategien für Beistehende und Opfer. Auch versuchten wir, das Verhalten des Täters vorherzusehen und geeignete Reaktionswege darauf zu entwerfen. Es ging darum, Zivilcourage zu zeigen.
Zu Beginn der Diskussionsrunde präsentierte uns Chako Habekost einige Kostproben aus seinem Programm.

Im Anschluss stellten Leo Jung, Maria Roßberg und Gloria Timm, drei Schüler der 10. Klasse, dem Komiker Fragen zu seiner Laufbahn sowie zu seinen Erfahrungen und Berührungspunkten mit Diskriminierung. Diese Fragen waren Fragebögen entnommen worden, welche zuvor von den Teilnehmern ausgefüllt worden waren. Nach einer dreiviertel Stunde war der Projektnachmittag zu Ende.


Zu meiner Freude waren die Module sehr unterschiedlich und beleuchteten verschiedene Aspekte des Problems Diskriminierung. Mir persönlich ist vor allem der direkte Kontakt mit den Flüchtlingen in Erinnerung geblieben, denn dieser war sehr eindrücklich und bewegend.

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